Little People mit Tränen

In den letzten Wochen habe ich die „elektronischen“ Kleinanzeigen für mich bzw. für den Baron entdeckt. Ich suche meist nach Spielzeug oder anderen Baby-(Kinder) Accessoirs bei uns in der Nähe. Der Preis steht fest, der Anbieter kann direkt kontakiert werden und meist können die Sachen schnell abgeholt werden. Das Ganze als Käufer ohne Anmeldung und schon gar keine lästigen Versand- oder gar Bereitstellungskosten.

Und so ergab es sich in der letzten Woche, dass ich nach neuen Spielzeugen für den Baron gesucht habe, natürlich gebracht vom Osterhasen. Da ich zwischenzeitlich fasst Fan eines großen Spielzeugherstellers geworden bin, schaute ich explizit nach diesen bei den Kleinanzeigen. Gesucht, gefunden und bei der Verkäuferin gemeldet. Die Verkäuferin, selbst Mami von zwei Mädchen, die aus dem Babyspielzeug „herausgewachsen“ sind, hatte kurzfristig Zeit. Zusammen mit dem Baron bin ich dann los. Das Spielzeug, eine kleine Spielebahn mit kleinen Männchen zum Stapeln (steht der Baron ja voll drauf) stand schon im Flur bereit. Der Baron wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, ob er das alles toll finden oder lieber weinen sollte. Das Fremdeln schlägt sehr häufig zu in letzter Zeit. Aber die Mami, die die Stapelmännchen schon so schön zurecht stehen hatte, war blond und so war es viel zu verlockend, sie nicht wenigstens einmal kurz anzufassen. Aus dem Angebot bei den Kleinanzeigen wusste ich, dass von der Familie noch mehr Spielzeug zu verkaufen war und auch das schauten wir uns an.

Der Baron also auf einmal mitten in einem kleinen Spielzeugland mit kleinen Häusern, kleinen Fahrzeugen und kleinen Männchen. Schnell war der Überblick verloren und Mamas Schoß wurde quengelnd aufgesucht. Aus der Küche hörten wir „Das ist aber mein Spielzeug!!!“. Das kleine Mädchen, welches nun das Spielzeug abgeben sollte, war anscheinden gar nicht damit einverstanden und ließ dies lautstark verkünden. Ihre Mutter versuchte diplomatisch an die Sache heranzugehen und schlug ihrer Tochter vor, dem Baron einfach das Spielzeug zu geben, welches sie entbehren konnte. Stück für Stück übergab das kleine Mädchen das Spielzeugland an den Baron und ich sah, dass die ein und andere Träne auf den Wangen der kleinen Maus herunterrollten. Tapfer übergab sie dann doch alles und wurde von ihrer Mama aufgemuntert, dass die Oma bald kommen würde und bestimmt neues Spielzeug mit dabei hat.

Obendrauf gab es noch ein Traum für alle richtigen Männer: Ein rotes, großes Auto!!! Toll!!!

Das kleine Mädchen war sogar so tapfer und half uns das Spielzeug mit allem Drum und Dran zum Auto zu bringen, lud fleissig mit ein und verabschiedete sich winkend vom Baron. Dieser war derweil völlig überfordert mit all den blinkenden und singenden Spielzeug, welches um ihn herum plaziert wurde.

Am Abend entschied ich, dass der Baron zusammen mit dem Ehemann ein Teil des Spielzeuges, nämlich die Stapelmännchen, schon bespielen durften. Immerhin hatte der Baron seinen 10ten Monatstag!

Der Rest wartet auf den Osterhasen.

Am nächsten Tag kannte der Baron alle Tricks und Kniffe der Stapelmännchen und wusste, wie er an seine Lieder und an die Lichter kommt. Die Stapelmännchen sind eingeweiht und mit in den erlauchten Kreise des adeligen Spielzeugs aufgenommen.

Danke an das tapfere Mädchen, welches nun ganz viel Platz für neues Spielzeug hat.

Volle Konzentration

Alle Möglichkeiten werden ausgetestet

Dieses Auto mit 17. dann bitte in groß, Papa!

 

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