Qualitätsmanagement

Eine Woche voller Ereignisse geht zu Ende.

Der Baron hat (mal wieder) gezeigt, dass er in Schüben lebt. Lange hat er mit seinen zwei Zähnchen herumgeknabbert. Unruhige Nächte, launische Nachmittage, kein Bock auf schlafen.  Nun sind sie endlich da, die neuen Zähne. Insgesamt 4 Stück sind gerade herausgekommen. Unglaublich, was er da durchmachen muss. Er nimmts gelassen und übt neue Knabbertechniken. 🙂

Mit den neuen Zähnen kam auch der große Appetit auf alles. Es gibt kaum noch Nahrungsmittel, die er nicht wenigstens mal probiert. Am Tisch gibt es keine Extra-Baron-Portion mehr, sondern direkt von Mama´s oder Papa´s Teller. Das ist das Größte! Besonders spannend ist, ihm dabei zuzusehen, wenn er versucht mit der Gabel zu essen. Die Technik stimmt, die Umsetzung wird gerade trainiert. Ich denke, es dauert nicht lang, dann können wir ihm ein 5-Gänge-Menue kredenzen.

Da wir es noch nicht geschafft haben, eine kleine Sandkiste zu erstehen, sind wir diese Woche mal auf den Spielplatz um die Ecke gegangen und haben den Baron einfach mal im Sand spielen lassen. Er fands befremdlich. Denn während der Sand bei uns im Garten eher fest, teilweise sogar matschig und somit greifbar ist, war der Sand auf dem Spielplatz locker-flockig und rieselte durch die Hand. Nichts war also mit einer großen, leckeren Hand voll Spielplatzsand im Mund.

Auch die U6 war diese Woche an der Reihe. Mit offiziellen 10,8kg Körpergewicht und 75cm Körperlänge nähert er sich langsam wieder de 50er Percentile. So, wie es bei den meisten Stillkindern ist, war er anfänglich sehr schwer und tendiert langsam wieder zum allgemeinen Durchschnitt. Jetzt wird nach oben gewachsen. 🙂

Des Baron´s Zeigefinger wird gar nicht mehr eingefahren. Entweder dürfen wir alles um ihn herum benennen, während er den Zeigefinger austreckt oder er benutzt diesen, um Räder zu drehen, Multimedia zu bedienen oder Knöpfe zu drücken. Alles wird mit „Hoooo“ oder“Oohhhh“ kommentiert. Die Welt ist so aufregend.

Auch der Kinderarzt durfte von seinen Zeigefingerkünsten etwas miterleben. Während der U6 zeigte der Baron ständig auf eine schwarze Tonfigur auf einem Schrank und gab entsprechende Laute „ooohhhh“ und „hoooo“ zum Besten. Der Kinderarzt schaute und schob die schwarze Figur noch ein wenig näher, damit der Kleine es besser betrachten konnte. Dabei stellte er fest, dass die Figur ziemlich verstaubt ist und schob sie dezent wieder nach hinten. Das war kein interessiertes „Oohhh, zeig mir mal die schwarze Statue, lieber Kinderarzt!!“ sonder eher „Ohhhh, wenn das die Gesundheitsbehörde sieht, was hier an Dreck im Behandlungszimmer zu finden ist!“ 1A Qualitätsmenagement war das und das in jungen Jahren.

Wie soll das denn später werden? Rennt er dann mit weißen Handschuhen durchs Haus und mach auf Hoteltester? „Mama, hier musst du aber noch mal drüber!“ 🙂

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