Der Baron holt aus jedem Wetter etwas heraus:
Pünktlich, einige Wochen vor Ostern, gibt es in unserem Garten wieder einen Besucher. Schon vor einem Jahr hat dieser unseren Garten unsicher gemacht:
Auch nach intensiver Suche im Garten haben wir noch keine Ostereier gefunden. Wir bleiben dran und berichten! 🙂
Für unser Winterprojekt hatte ich schon Ende Mai 2011 angefangen, Vorkehrungen zu machen. Nämlich das Sammeln von leeren Milchtüten. Ein kleines Exemplar unseres Projekts hatte ich im Internet gesehen und dachte mir „Das kannste auch größer!!“
Je mehr Milchtüten, desto größer das Projekt!
Also sammlte ich! 🙂
Der November kam und ging, ohne Wintertemperaturen und auch der Dezember liess in Sachen winterliche Stimmung auf sich warten. Anfang Januar munkelte man, dass es wohl kaum noch einen Winter geben wird. 50/50 eben. Und ich gehörte zu den 50%, die nicht mehr an Schnee, Minustemperaturen und Glatteis dachten.
Anfang Februar ging es dann tatsächlich noch los: WINTER!
Zwischenzeitlich landeten diverse schwer-gesammelte Milchtüten auch schon im Müll. Deswegen holte ich unsere letzten Reserven aus dem Keller und füllte sie mit Wasser, drapierte sie in Eiseskälte draussen auf der Terrasse.
Da wir -11/-12 Grad hatten, liess das Frieren des Wassers in den Milchtüten nicht lange auf sich warten und ich konnte schon schnell die kostbaren Eisblöcke heraus“pellen“.
Aber das Endergebnis war entscheidend:
Richtig gestapelt sieht unser Winterprojekt ab Dämmerung richtig toll aus. Innen steht eine Kerze, die das Eishaus im richtgen Licht erscheinen lässt.
Eigentlich sollen die Eisblöcke wie ein Iglu aufgebaut werden. Allerdings sind unsere gesammelten Milchtüten dafür zu rund gewesen. Aus diesem Grund hatten wir im Sommer tatsächlich einen Testlauf mit zwei Eisblöcken aus der Gefriertruhe gemacht. Damals klappte es.
Aber so ist das mit Projekten und deren Realisation. 😉
Wir erfreuen uns derweil an unserem Eishaus – hoffentlich noch einige Tage.
Als wir uns gestern Nachmittag auf dem Weg zum Ententeich machten, zeigte das Thermometer -11Grad an. Das Brot hatten wir schon vorgeschnitten. Keine Zeitverschwendung mit Brot zerreissen bei den Temperaturen. Alle waren dick eingemummelt. Der Mond begleitete uns schon auf dem Weg.
Eiskalt und glasklar war die Luft. Dem Baron hatten wir den Kinderwagen mit dem dicken Fußsack mitgenommen. Den nutzte er dann auch nach ca. 10 Minuten Fußweg und wollte dort auch nicht wieder raus.
Als wir zum Ententeich kamen, sahen wir sowas wie Entensuppe :):
Der Teich war zugefroren. Nur ein kleines Stück war noch frei. Die „unbesiegbaren Enten“ haben sich hier erfolgreich ihr Schwimmparadies erhalten.
Als wir das Brot herausolten gab es unten im Teich schon Tummult. Nichts konnte die Enten mehr halten.
Innerhalb kürzester Zeit hatten wir das Brot geschmissen. Es war einfach zu kalt um sich länger dort aufzuhalten. Der Baron bewegte sich in seinem Fußsack keinen Zentimeter. Schaute ab und zu interessiert mal über das Brückengelände und freute sich über seine warmen Füße.
Die Enten derweil, rasteten unten total aus:
Sorry Jungs! Wir haben nichts mehr.
Als wir auf dem Rückweg dann bei unseren Nachbarn vorbeikamen, sahen wir auf deren Bäumen die Hühner sitzen. Denen war es anscheinend am Boden zu kalt und sie flüchteten nach oben.
Unsere Nachbarn saßen übrigens nicht auf dem Baum. 😉
Bok-Bok-Bäume und Entensuppe sind derzeit die absoluten Eiszeitrenner hier in unserer Gegend! 😉