… geniessen und hoffen, dass sie noch mal wiederkommt:
… und Du kommst mit!
Dachten wir uns und haben den Baron zu seiner ersten Zugfahrt in die City mitgenommen. Groß sind sie, die Eisenbahnen und seeeeehr laut. Und wenn man drin sitzt, dann kann man kaum die vielen Kühe und Pferde auf den Feldern beoachten. Dafür sitzen Leute mit dicken Bäuchen und komischen, weißen Stöpseln im Ohr gegenüber. 😉
Toll ist, dass man nicht angeschnallt wird und durch den ganzen Waggon laufen kann während der Fahrt.
Meine erste Zugfahrt mit Mama und Papa:
Auf der Suche nach einer regelmäßigen Bewegungsmöglichkeit für den Baron, habe ich den Zwergentreff im Nachbarort gefunden. Es war nicht leicht an die Informationen zu kommen und es waren mehrere Kontakte dazu notwendig.
Allerdings war ich sehr skeptisch, als ich hörte, dass es in den Räumlichkeiten des örtlichen Kirchenvereins stattfindet. Nach meinem letzten „Zusammenstoß“ mit der Kirche war ich dieser nicht mehr ganz wohlgesonnen.
Aber ich lasse mich ja gern belehren und verteile Chancen. 😉
Der Zwergentreff ist ein Treffen für Kinder zwischen 0-3Jahren und die Teilnahme ist kostenfrei. Die Leiterin der Gruppe sagte mir gleich, dass auch Kinder mit 4 und 5 Jahren noch dabei sind und der Baron mit einer der Jüngsten dort sein wird.
Bei Ankunft in den Räumlichkeiten des Zwergentreffs wurden wir überrascht. Überall Tretautos und Pezzibälle. Die Kinder wurden mit Snacks versorgt, während die Mamas Kaffee bekamen. Aber ersteinmal ging es raus auf den Spielplatz. Die Sonne schien und die Kinder tobten auf dem eigens für den Kindergarten gebauten Spielplatz. Alles sauber und ordentlich. Tolle Holzhäuser, viel Spielsand und sogar ein Trampolin konnte benutzt werden. Das Highlight für den Baron, war ein Klangspiel auf dem er vergnügt herumspielte.
Eine Mama brachte Bücher mit und las sie in einer ruhigen Ecke den Kindern vor, die andere Mama half beim Trampolin springen und der Rest hatte mehrere Augen auf die restlichen Kids, die auch gerne mal Autoscooter mit den Tretautos spielen.
Sicher war es mit ca. 8 Kleinkindern auch ziemlich unruhig und der ein oder andere fing auch an zu weinen, aber wir sind ja nicht mehr in der Krabbelgruppe, oder wie der Ehemann zu sagen pflegt: „Wir spielen hier ja nicht mehr im Sand!“ 😉
Der Baron hat auf jeden Fall von dem Zwergentreff profitiert, denn das Laufen ging auf einmal ganz von allein. Er eröffnete die ruhige Spielecke mit dem einfachen Spielzeug, die ersteinmal untersucht werden musste. Zu ihm gesellten sich die kleinen Mädchen der Gruppe, die sich freuten, dass es etwas besinnlicher bei ihm zuging.
Somit revidiere ich (vorerst) meine harte Aussage über die Kirche, dass die Einnahmen der Kirchensteuer nicht an das „Volk“ weitergegeben werden. Denn auch unsere gewohnte Krabbelgruppe hat einen regelmäßigen Platz in einem Kirchenraum gefunden. Dieser ist auch mit Spielzeug ausgestattet, es gibt einen Aussichtsturm und eine Kinderküche. Wir dürfen dort kostenfrei unsere Krabbelgruppe celebrieren und die Küche für die Großen nutzen. Auch eine sinnvolle Einrichtung, über die wir uns sehr freuen.
Somit wird es Zeit für eine Nachricht an die hier ansässige Kirche. Die hat in Sachen „Nächstenliebe“ noch einiges zu tun!
Ich fand es recht merkwürdig, als wir im letzten Jahr ein Babyspielzeug bekamen, welches auf Knopfdruck „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ spielte. Gut, es war kurz vor Weihnachten, aber so ein Spielzeug sollte doch ganzjährig einsetzbar sein, oder?
Zur gleichen Zeit fiel mir die selbe Melodie an einem anderem Spielgerät auf und ich konnte es kaum glauben, dass auch dieser Hersteller ein Weihnachtslied auf seinem Produkt spielen lies.
Natürlich wäre es schön, wenn jeden Tag Weihnachten wäre, aber ein Weihnachtslied im Sommer bei strahlendem Sonnenschein und 25Grad ist nicht nur leicht daneben.
Neles Mama hatte schon frühzeitig die Vermutung, dass es sich hierbei sicher um ein anderes Kinderlied handelt. Aber wir kamen beide nicht drauf.
Letztes Wochenende waren wir bei Oma und Opa zu Besuch und wir begrüßten dort auch Frank aus Schottland, dem edlen Spender des Happy Apples. Während der Baron an einem Activity Center spielte, ertönte von diesem verschiedene Melodien von Kinderliedern. Frank kannte sie alle und trällerte (natürlich auf Englisch) mit. Und so spielte das Activtiy Center auch „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Ich wollte gerade meinen Kopf schütteln, als Frank miteinstimme „Twinkle, twinkle little star…“.
Jaaaa! DAS ist es!
Beim nächsten Mal lasse ich gleich Frank einfliegen, um weiteren Missverständnissen aus dem Weg zu gehen. 🙂
Währends sich Eltern häufig darüber ärgern, dass sich ihre Kinder an sämlichen Schränken machen und alles um- und ausräumen, habe ich dem Baron frühzeitig ein eigenes Schrank-„abteil“ zur Verfügung gestellt. Hier kann er ausräumen, umschmeissen, umräumen und alles durcheinanderbringen, wie er es möchte.
Aber nach einiger Zeit war klar, der Inhalt von Schränken ist kein Hobby vom Baron. Zwar wurde mal in sein Schränkchen hineingeschaut und überprüt, ob noch alles da ist, aber die Tür wurde auch schnell wieder geschlossen.
Als wir das bemerkten, nahmen wir es auch mit den Schrankverschlüssen der anderen Schränke nicht mehr so ernst und liessen diese meist offen, im Wissen, dass der Kleine eh kein Interesse daran hat.
Das jedoch wurde ganz schnell vom Baron entdeckt und er kümmert sich nun fleissig darum, dass alle Verschlüsse an Schränken ordnungsgemäß verschlossen werden. Zuvor wird allerdings der Schrankinhalt auf Vollständigkeit überprüft. Da werden Teller und Tassen herausgeräumt, „durchgezählt“ und tatsächlich wieder eingeräumt. In genau der gleichen Reihenfolge, wie er sie herausgeholt hat. Danach wird die Schranktür geschlossen und verriegelt.
Eine regelmäßige Wartung führt der Baron auch bei unseren Küchengeräten durch.
In einem Küchenschrank steht eine elektronische Waage. Hier drückt man auf einen Knopf und die Waage kann genutzt werden. Um auch die auf Funktionstüchtigkeit zu prüfen, wird der Schrank geöffnet, einmal auf den Knopf gedrückt und gewartet, bis das Gerät aktiviert ist. Schranktür wird wieder geschlossen. Alles i.O. 🙂
Beim Frühstück oder Abendbrot werden ordnungsgemäß, gleich nach Nutzung, alle Deckel auf die entsprechenden Nahrungsmittelbehälter gelegt und zugeschraubt. Oder wenigstens angemerkt, das dahinten ja noch ein Behälter offen steht!
Da er gerade das Wort „an“ in Bezug auf „Licht an“ sagen kann, wird es nicht mehr lange dauern und er geht vor dem Zubettgehen durchs Haus und kontrolliert ob alle Lichter aus , die elektronischen Geräte abgeschaltet und sämtliche Wasserhähne zugedreht sind. 🙂
Auf der Suche nach einer geeigneten Bewegungsmöglichkeit für den Baron, sind wir beim örtlichen Kinderturnen gelandet. Die Baronaugen leuchteten als er die Turnaufbauten sah und war nicht mehr zu halten.
Da es ein Eltern-Kind-Turnen war, kam auch die Mama mal wieder ins Schwitzen. Jetzt suchen der Ehemann und ich einen geeigneten Platz am Haus um eine Sporthalle anzubauen. 🙂
Nach über 4 Wochen Servicereparatur ist sie wieder da: Unsere Kamera. Zwar hat sich der Baron zwischzeitlich an die Videoaufnahmen gewöhnt. Aber die tollen Fotos einer Spiegelreflex kann man nicht mit einer Videoaufnahme (auch in HD) nicht vergleichen.
Nun kann das klick-klick-klick wieder losgehen. Der Baron freut sich mit uns:
Es ist dramatisch, aber wir waren diesen Sommer nicht ein einziges Mal am Meer. Abgesehen davon hatten wir irgendwie keinen Sommer, ausser im April. 🙂
Somit wollten wir die wahrscheinlich letzten schönen Tage der letzten Woche und das lange Wochenende dazu nutzen, an den Strand zu fahren, um dem Baron auch endlich die schönen Strände mit viel Sand und das weite Meer mit unendlich viel Wasser näherzubringen.
Wir entschlossen uns an einen Strand zu fahren, wo ringsherum Spielplätze und auch ein Indoorspielplatz in der Nähe wäre , falls A) das Wetter doch umschwenken sollte und B) der Baron so gar keine Lust auf Sand und Meer gehabt hätte.
Aber dem Baron gefiel es sehr gut:
Neben den Wellen, die steigenden Drachen am Strand und den Möwen, die der Baron sehr klasse fand, ist der absolute Hammer die große „Sandkiste“ direkt am Wasser gewesen. Gut vorbereitet brachten wir das ganze Potpourri an Sandspielzeug mit und der Baron und der Ehemann tobten sich im Strandsand aus:
Nachmittags wurde es sehr frisch und nach einem kleinen Picknick am Strand packten wir unsere Sachen und besuchten noch den Indoorspielplatz in Strandnähe. Dieser war für Eltern und Kinder unter 2 Jahren kostenfrei und somit hatten wir nichts zu verlieren.
Der Tag war sehr aufregend und der Baron machte auf dem Heimweg keine Anstalten einzuschlafen:
Nächstes Jahr fahren wir dann gleich im April zum Strand! 🙂
Als Eltern findet man selten Orte, an denen man in Ruhe ein Käffchen mit einem Freund oder einer Freundin, zusammen mit dem Nachwuchs, trinken kann. Außer zu Hause bietet das schwedische Möbelhaus, zum Beispiel, Eltern so einen Ort. Kind sitzt im Spieleparadies, kann zufrieden spielen und andere Kinder kennenlernen. Mama oder Papa sitzt aussen herum und kann ca. 10-15Minuten die „Seele baumeln lassen“.
Aber einige findige Restaurant- und Cafébesitzer entwickeln Kreativität und richten eine Spielecke für Kinder ein, in der sich Kind so wohl fühlt, dass Mama auch noch ein zweites Käffchen trinken kann.
So begab es sich, dass eine Freundin zum Käffchen anrief und dafür sogar einen perfekten Ort in ihrer Nähe vorschlug. Dieses Café soll nicht nur eine Spielecke besitzen sondern auch noch eine Sandkiste vor der Tür haben. Das Café sei gut besucht und Kaffee und Snacks sollen besonders lecker sein.
Also hin da! 🙂
Und sie hatte nicht zuviel versprochen. Es gab tatsächlich einen Sandkasten vor der Tür mit tollem Spielzeug und sauberem Sand. Der Baron war entzückt:

Um den Sandkasten sind Sitzgelegenheiten drapiert, so dass jeder den Kindern beim Spielen zuschauen kann.
An dem Tag war es recht ruhig und der Baron konnte in aller Ruhe alle Sandspielzeuge ausprobieren und durchspielen.
Aber jeder Sandkasten ist mal durchgespielt und nach ca. 45Minuten (!) verlangte der Baron nach Abwechslung. Die bekam er dann im Café:
Wir nahmen im Café in der Nähe der Spielecke platz und setzten den Baron in diese. Auch hier war er sehr lange mit den vorhandenen Spielzeugen beschäftigt und lernte nebenher noch Kinder in seinem Alter kennen.
Ein Traum!
Denn ich verbrachte so ganze 2 Stunden mit meiner Freundin und dem Baron zusammen in dem Café. Wir konnten uns wunderbar unterhalten, der Baron war entspannt und so wurde es ein seehr angenehmer Nachmittag! Nicht zu vergessen, dass auch das Personal sehr kinderfreundlich ist und immer nett zu allen Gästen ist. Es wird sich beim Vornamen genannt und jeder gastronomisch-persönliche Wunsch erfüllt.
So genossen dann auch der Ehemann und ich, mit dem Baron zusammen, ein ausgedehntes Frühstück am letzten Wochenende in diesem Café. Sehr entspannt, sehr ungewohnt 🙂 und sehr empfehlenswert!
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Pünktlich zum „Tag der deutschen Einheit“ hat der Ehemann, zum Geburtstag vor einigen Tagen, einen Fahnenmast geschenkt bekommen. Grundstücksdeko Teil II wurde somit erfolgreich am gestrigen Tage positioniert und aktiviert:


