"Let me entertain you!"

Trotz aller Technikliebe bin ich eine Tragetuchmama. Ein Tragetuch ist das Erste was ich mir in der Schwangerschaft beklickt habe, noch bevor Kinderzimmer, Babyklamotten und Kinderwagen beklickt wurden. Umso tragischer ist es, dass der Baron so überhaupt kein Tragetuchbaby ist. Und sowieso mit Schutz und all dem Baby-Festhalte-Kram nicht viel am Hut haben will. Er hat mir schon in der ersten Woche gezeigt, dass er nicht behütet werden möchte, sondern unabhängig sein Ding durchziehen will. „Ich bin nicht auf die Welt gekommen um hier getätschelt zu werden, Mama!“
Ich brauchte nicht mit einer Pukdecke herkommen, keine Hand beim Einschlafen auf dem Kopf, um das Leben im Bauch noch ein bisschen wiederzubringen und bitte ja nicht im Tragetuch herumtragen. Er könne da ja gar nicht genug sehen und ausserdem hatte er das lange genug. Wohlgemerkt gab es schon ab der 4ten Woche Proteste diesbezüglich.
Dabei hatte ich ein extra großes Exemplar an Tragetuch bestellt (sicher so an die 10m) 🙂 damit der Ehemann auch in den Genuss des Säuglingsschleppens kommt. Immerhin war ich fasst 10 Monate mit Tragen dran.
Aber weder der Ehemann noch ich konnten den Baron davon überzeugen, dass das eine sinnvolle und angenehme Sache ist. Stundenlang schlenderte ich mit ihm durch den Wald, in der Hoffnung, er würde Gefallen daran finden. Auch während der Sommerhitze mit gefühlten 100°C hab ich mich mit dem Säugling auf den Weg gemacht, schwitzenderweise stundenlang durch die Gegend geirrt. Aber nichts, nichts konnte den Baron davon überzeugen, dass das eine tolle Sache ist. Er brüllte wie am Spieß, als ich das Tuch hervorholte und schlief nur darin ein, weil er erschöpft vom Protestieren war.
Stattdessen lag er bevorzugt tagelang im Kinderwagen auf der Terrasse und bestaunte die blau-weiße Markise über ihn. „Das ist Entertainment, Mama! Da kommst du einfach nicht mit.“
Das Tragetuch wurde allerdings nicht ganz beiseite gelegt. Denn eines Tages kam der Ehemann von einem Spaziergang mit dem Baron nach Hause. Dieser wollte partout nicht im Kinderwagen liegen. Die Phase „Ich MUSS ALLES sehen und will dabei die Hände frei haben“ begann. Das Tragetuch sicherheitshalber dabei, wickelte sich der Ehemann die 10m so um den Körper, dass er den Baron vorne in einer Schlinge draufsetzte. Der Baron konnte gemütlich drauf sitzen und schauen (rückenschonend) und der Ehemann musste nicht die ganzen 6-7kg Kind tragen. „Das ist Entertainment, Mama!“
Ok, wenn es hier ums Entertainen geht, dann kann ich auch anders. Ein Sling-Tuch wurde bestellt. Nichts mehr mit fünf mal um den Körper wickeln, kein Nachziehen mehr, kein langweiliges Schauen mehr auf Mamas Hals. Der Baron kommt mit den Sling-Tuch auf die Seite geschnallt. Hände frei, Sicht frei! Juhu, endlich!
Problem: Das mit dem spontanen Einnicken funktioniert nicht mehr so gut. Er muss sich selber halten und wackelt mit dem Kopf wieder und wieder an der Jacke vorbei. Für lange Spaziergänge also auch nichts. Blöd!
Einsatz also im Haushalt. Wenn ich ihn schon mit dem Sling-Tuch trage, dann bitte auch mit Action. Nicht pauschal durch die Wohnung gehen und nichts passiert. Protest ist dann vorprogrammiert. „Entainment, Mama!“

Der Spass versiegte, als letzte Woche der Baron den dritten Schnupfen hintereinander bekam und das Zahnen parallel mit dabei war. Die Nase war nicht mehr frei zu bekommen. Phasenweise war er richtig angesäuert, weils ihm auf den Keks ging. Verständlich!
Und so kam es, dass Schnupfen und Zahnen an einem Tag der letzten Woche einen Höhepunkt erreichten. Der Baron war im Liegen nicht mehr zur Ruhe zu bringen. Kein Essen, kein Schlafen, kein gar nichts. Tragen konnte ich den 9kg Jungen nicht lange. Ein Teufelskreis.
Ich holte das Tragetuch heraus. Wickelte ihn in guter alter Trageweise an meinen Körper und gab ihm das, was er anscheinend brauchte. Nähe, Geborgenheit und natürlich die Senkrechte, die seine Nase einigermßen frei hielt. Er hörte auf zu schreien, hielt mich mit seinen Ärmchen fest und schlief selig im Tragetuch ein. Was für ein Bild.

Auch wenn es ihm an diesem Tag schlecht ging, wie wohl nie zuvor, ich hab mich richtig gut gefühlt. Mein kleiner Sohn nimmt endlich meine wohlige Wärme und Geborgenheit in Anspruch. Ich konnte ihm Trost geben und ihn einfach nur Halten.
Puh! Ich dachte, das passiert gar nicht mehr! Alles richtig gemacht.
Zwei Stunden bin ich mit ihm durch die Wohnung getingelt. Er sabbernd und schniefenderweise immer dabei. Abends ging es ihm wesentlich besser und ich freute mich, meinen Teil beigetragen zu haben. Das Tragetuch bleibt also in der Nähe, denn ich weiss jetzt, wann er es braucht.

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Das Baronomobil

Wir haben ein neues Spielzeug: einen SMART (for two). Nachdem ich es leid war, den Baron nur mit einer Kutsche durch die Gegend zu fahren, musste eine zweite Kutsche her. Klein aber fein. Der Baron sitzt vorne (haha) und kann alles überblicken. Auch ob Mama vernünftig fährt. Das Teil hat ein Panoramadach und simuliert dem Baron den gewohnten Blick aus seinem Kinderwagen. Beruhigend!
TipTronic, Ledersitze und Sitzheizung machen das Ganze zu einem Baronomobil erster Klasse. Erhaben und voller Stolz sitzt er in seiner „Storchenmühle“. Von wegen „Wichtige Menschen sitzen immer hinten“ wie es uns die Werbung suggeriert. Setzen wir dem Baron im Smart noch eine Krone auf und er wird zum König… ach was sage ich? Zum Kaiser!
Smarty, wie er von uns genannt wird, gehört ab jetzt zur Familie und mit Glück wird auch er dem Baron vermacht. *LOL*

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Meteorologischer Winteranfang

-7,5°C
zeigte das Thermometer heute an.
Wollte den Background der Website erst Mitte Dezember (zum kalendarischen Winter) ändern, aber wir haben wirklich Winter. Somit ein neues Outfit für meinen Blog!
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Schneeflocken

… die vom Himmel fallen sind wie Schäfchen zählen…
… einfach einschläfernd!
(0°C, 75% Luftfeuchtigkeit, 53° 37′ N, 10° 24′ O)
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Lasershow im Schlafzimmer

Nachdem der Baron die Ziffern auf dem Radiowecker, die glühende Leiste des Heizstrahlers über der Wickelkommode und die Rücklichter bei Autos extremst spannend findet, habe ich mir gedacht, dass so ein roter Laserstrahler über dem Bett (am besten bewegend) bestimmt n`Knaller für ihn ist. Morgens das Teil einfach anschmeissen und noch mal 30 Minuten Dösen herausholen. „Das mach ich“, sagte ich zu mir selber und landete auf dem Online-Shop No.1 für solche Sachen. Selbst nennen sie sich „Perle“ (bitte ins Englische übersetzen). Ich weiss zwar noch nicht warum, aber meine Bestellung dort fiel doch größer aus, als ich erwartete. *g* Natürlich fand ich dort den gesuchten Laserstrahler, bewegend und rot. Wie ein kleines Universum. Nennt sich „Laser-Cube“.Wie geil! Gekauft! Und wenn der Baron es nicht will, dann eben für mich. („…und das brauche ich auch noch, und dies und das. Klick, klick, klick!“)
Wenige Tage später nahm ich das Paket entgegen und riß es auf, wie Weihnachten. Batterien in das Plastikfantastik-Gehäuse und los gehts. Bevor ich auch nur ansatzweise sehen konnte, ob das Teil funktionierte, sah ich zwei Katzen vor mir rotieren. „Die roten Tierchen sind wieder daaaa. Auf siiiieeeee!“ Die sonst schwerfälligen und schläfrigen Katzen rannten so aktiv hinter den roten Punkten hinterher, dass ich mir überlegte, schon den nächsten Laser-Cube zu kaufen. Und nicht nur das: Der Baron schaute den rasenden Katzen vergnügt hinterher. Und ich erfreute mich an dem quietschenden Baron. 23 Fliegen mit 9 Klappen geschlagen. Super Kauf!
Deswegen sehe ich es auch nicht so dramatisch, dass sich der Cube nicht drehte. Der Ehemann fand abends heraus, dass das Prisma nicht fest war und fröhlich durch das Gehäuse tobte. Aber: Wir haben immerhin bei der „Perle“ bestellt. Da muss man einfach damit rechnen.
Ansonsten ist das Teil n Knaller. Allerding noch too much für den Baron. Der dreht völlig durch, wenn er die Punkte sieht und dreht sich selber nach einiger Zeit weg, damit er sie nicht mehr sehen muss.
Also nur was für kurzfristige Bespassung am Tage. Aber auch damit gebe ich mich zufrieden. Die Katzen übrigens auch. Stehen seitdem im Kinderzimmer bei jeder Wickelaktion. Es könnten ja die roten Tierchen zu sehen sein.
Falls der Cube beiden zu langweilig wird, dann wird das Ding fest im Schlafzimmer installiert und dafür der Fernseher rausgeschmissen.

Vielleicht gibts die ja noch in unterschiedlichen Farben?! Ich guck mal… 🙂

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Tip an Herrn Hahnemann (post mortem)

Ich hab mich heute mal wieder mit weißen Kügelchen für meinen verschnupften und zahnenden Sohn eingedeckt. Die Dinger sind aber auch klasse! Für alles gibt es was. Und man muss ganz genau wissen, wie der Schupfenschleim so ist. Fest, trocken, grün, blau, grau, triefend, laufend oder stockend. Nichts für Männer übrigens. Bei denen ist ja der Schnupfen einfach mal Schnupfen. So wie Gelb nun mal Gelb ist und nicht Zitrone, Sonne oder Orange.
Aber wo wir gerade bei Farben sind: Es wäre doch Klasse, wenn Herr Hahnemann (noch rückwirkend) die kleinen weißen Kügelchen auch gleich einfärbt. Dann braucht frau dem Mann oder dem Kind nur zu sagen: Morgens 3x von den Grünen, mittags 3x von den Blauen und abends 3x die Gelben. Allerdings ist die Artenvielfalt dieser Kügelchen so groß, dass es wieder unterschiedliche Nuancen der entsprechenden Farben geben muss. Da wären wir dann wieder bei der Farb-Differenzierungs-Männer-Problematik. „Sind das nun die Ockerfarbenen oder die Beigefarbenen. Ich weiss es nicht, Kind. Nimm alle!“
Wobei Herr Hahnemann ja auch daran gedacht hat. Bei falscher Dosierung oder falscher Pflanze macht es dem Köper nichts aus. Super! Man stelle sich das mal bei Aspirin und Halstabletten vor!
Dann gleich die nächste Idee: Ein Globuli-Kochbuch! „Nehmen Sie 23 Kügelchen Gelb, 30 von Roten und 222 von den Blauen. Füllen Sie diese vorsichtig in das destillierte Wasser und rühren Sie kräftig um. Lassen Sie die Globuli-Suppe ca. 20 Minuten leicht köcheln und heben Sie dann alles in eine Glasschlüsseln um. Danach über Nacht erkalten lassen. Zum Verzehr einige Kügelchen zur Verziehrung draufstreuen. Guten Appetit!“. Tadaaaaa! Fertig ist das erste Rezept. Oder einfach den Kiddies als Zwischendurch-Snack anbieten. Sieht dann ungefähr so aus:

So, werde erstmal ein paar Kügelchen für mich bestellen. Probieren geht über studieren! 🙂

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Es ist soweit!

0°C
zeigte das Thermometer heute an.
Wir haben Winter!
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Ich liebe guten Service

Beruflich bin ich in Sachen Dienstleistung ein Perfektionist. Ich liebe es vom Kunden mit großen, strahlenden Augen angeschaut zu werden, um darin zu lesen, dass ich gerade den Himmel auf Erden für sie gemacht habe. Kommunikation und Einfühlungsvermögen ist dabei alles. Für mich fasst eine Sucht und somit ein toller Kreislauf, der sich lohnt. (auch im Portmonnaie)
Entsprechend gehe ich selbst auch „ab“, wenn mir als Kunde soetwas im alltäglichen Leben passiert. Leider nicht so häufig. Die heutigen Hotlines vieler Kommunikationsanbieter halten nicht viel von Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit und technischem Verständnis. In großen Einkaufshäusern laufen die Verkäufer entweder weg, oder sie drängen sich zu sehr auf. Dienstleister wie Friseure werden meist zu schlecht bezahlt um kreative Ideen an den Mann bzw an die Frau zu bringen.
Deswegen bin ich begeistert, gerade wieder an einem positiven Serviceerlebnis teilgenommen zu haben, welches mich wieder freundlich gestimmt hat.
Um den Baron auf seinen Allerwertesten auch mal ein anderes Gefühl von „trockener Sicherheit“ und „spürbarer Leichtigkeit“ zu geben, kaufte ich beim hamburger Drogerieanbieter BUDNIKOWSKY eine Packung Windeln. Zu Hause, voller Vorfreude, riß ich die Packung auf und ging gleich ein Schritt zurück. Fabrik, Chemie, Plastik… Alles aufeinmal kam mir in diesem Moment entgegen. Wuuuääähhh!
Sollte ich wirklich dieses Industrie-Plastik-Paket an meinen Sohn lassen? Ich geben jedem eine Chance und wickelte den Baron damit ein. Von den restlichen Eigenschaften der Windel war ich recht positiv überrascht und wartete ab. Als abends der Ehemann nach Hause kam, roch er als erstes an seinem Sohn und sagte mir, dass der erstmal ne frische Windel braucht. Wie? Die war gerade frisch. Das was er dort roch, war die Chemie-Windel.
RUNTER DAMIT!!!
Innerhalb kürzester Zeit saß ich am PC und verfasste eine kritische Mail an die Firma Budnikowsky, dass es eine Zumutung sei, kleine Babies mit solchen Windeln zu versorgen. Es war Freitag, ich rechnete optimistisch mit einer Antwort erst Montag oder Dienstag.
Wir griffen auf unsere Restbestände Windeln einer anderen Marke zurück.
Samstagmorgen, ich traute meinen Augen kaum, eine Mail der Firma Budni in meinem Postfach.

Samstagmorgen? Ding Ding Ding! Ein Punkt auf meiner Skala! Respekt!

Sofortiger Umtausch sei selbstverständlich möglich oder eben Geld zurück. Sie bedankten sich sogar für meine „kritische Mail“. (Zweiter Punkt)
Montagnachmittig stehe ich mit der angebrochenen Packung bei Budni: „Möchte reklamieren!“ Die Kassiererin machte erstmal große Augen, als ich ihr von meinem Windel-Erlebnis der Firma Budni erzähle. Mit zitternder Stimme und schon ausgetrecktem Finger zeigte sie nach hinten „Wir gehen mal zur Cheffin!“. Die Cheffin kam uns entgegegen, mit einem Satz, worum es ging, nämlich der riechenden Windeln, übergab sie mich der Cheffin. Die mir sofort den Satz entegebenbrachte:“Ja, ich weiss schon. Wir haben heute Morgen eine Mail bekommen!“
WAS? Die wissen von meiner Mail? Die haben untereinander kommuniziert! Und nicht zu vergessen: Vorrauschauend mitgedacht! (Punkt 3 und Puuuuuunkt 4) Natürlich geht der Kunde zurück in den Laden und reklamiert, und wenn die entsprechende Filialleitung bescheidweiss, gehts gleich viel schneller und unkomplizierter. Der Kunde bekommt eine Lösung in seinem Sinne präsentiert, ohne lästige Diskussionen. Erstaunlich! Mir lief es schaudernd-schön den Rücken herunter. Da hat jemand auf meinen Absender geschaut und die nächstgelegene Filiale ausgemacht, bescheidgegeben und so den Kunden „getätschelt“ wie es nur geht.

Die Cheffin packte mit mir gleich mehrere Pakete aus, um mir zu zeigen, dass die Stinkewindeln eine Ausnahme waren. (Und 5ter Punkt) Dann nehme ich natürlich wieder ein Paket mit.*grins*
Noch völlig euphorisiert von diesem Erlebnis ging ich kurze Zeit später aus dem Laden. Entspannt, zufrieden und glücklich, dass alles so reibungslos funktioniert hat.

Hach, es gibt sie noch, die Dienstleister!

Der nächste Einkauf dort ist gesichert!

Nachtrag vom 04.12.2010: Die Firma Budnikowski hat mir heute die Stellungnahme des Windelherstellers per Post geschickt. Ist das zu fassen? Die sind aber auch nachhaltig!!

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Schwanz-Katzen

Der Baron findet seit einiger Zeit unsere Katzen sehr interessant. Wobei ich sagem muss, nicht die Katze an sich, sondern nur den Schwanz. Die Katze wird also nur anhand des hochgestellten Schwanzes erkannt und es wird auch erst gegrinst, wenn dieser zu sehen ist. Ansonsten erkennt er die Fellsäcke nur als dunkle Punkte auf Bett, Couch und Co.

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Steinzeit-Schnupfen

Seid gestern ist es mal wieder soweit. Der Baron hat Schnupfen. Dramatischer denn je. Mit Schlafen ist nachts nicht ansatzweise mehr zu rechnen, wenn die Nase bei ihm dicht ist. Literweise Kochsalzlösung, Muttermilch und Nasentropfen sind in das Kind geflossen und nicht viel davon hat geholfen.

Das ist dann der Zeitpunk, bei dem ich überlege, wie es denn wohl früher war, mit dem Schnupfen. So ganz früher, in der Steinzeit. Kam der Vater von der Jagd zurück und brachte von den Säbelzahntigern, die ja bekannt dafür sind, extremst unter verstopfter Nase zu leiden ;), die entsprechenden Viren mit? War die Höhle auch schon mit nassen Handtüchern zugehangen? Gab es dort auch schon die kleinen, süßen Kügelchen mit unterschiedlichen Kleinstmengen von Pflanzen?

Sowieso ist es für mich sehr spannend zu überlegen, wie das so mit einem Säugling war, in der Steinzeit. Windeln wird es in der Form sicher noch nicht gegeben haben. Wurden dafür Blätter oder Felle genommen? Und wer machte das ganze wieder sauber? Wurde gar das Kind in eine Ecke gelegt und konnte dort nach belieben seinen Darm entleeren? Vielleicht wurde der Bauch massiert und es wusste „Jetzt kann´s losgehen!“. Wie bei Katzen mit ihren Jungen.

Fakt ist, dass wir es bis hierhin überlebt haben. Also, die Herrschaften von damals wussten wie es geht.

Ob ich die nächsten Tage überlebe, ist fraglich. Der Baron gibt alles, um mir klar zu machen, dass er die verstopfte Nase nicht toleriert und schon gar nicht akzeptiert. Ich glaub`ich starte darüber eine Diskussionsrunde mit ihm. 😉

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