Neue Apps für den Ehemann

Jedes Mal wenn ich mein eiFohn 10 Minuten allein irgendwo liegenlasse, habe ich ein neues App drauf. Wie kommts?? Der Ehemann krallt sich das Teil und installiert die für ihn wichtigen und interessanten Apps. „Du hast doch dein Eigenes“, sage ich ihm. „Dieses App geht nur auf dem 4er“, antwortet er dann. Wie lange es wohl dauert bis er auch Eines hat?

Veröffentlicht unter eiFohn | Schreib einen Kommentar

Was ist es eigentlich?

Genau vor 5 Monaten:
Am Morgen des 14. Juni zwischen 6 und 7Uhr spührte ich ein kleines Stechen in der Leistengegend. Nichts Weltbewegendes, dachte ich, und drehte mich in meinem kuscheligen Bettchen noch einmal um. Gegen Mittag wurde das Stechen doch noch intensiver. Sollten das Wehen sein?? Nie im Leben!! Ich konnte ja noch gehen, essen, aufräumen. Es müssen Übungswehen sein. Sollen ja häufig vorkommen, vor der Geburt. Zumal das Ganze sehr unregelmäßig stattfand.
Also weiter im Text bzw. im Tagesablauf. Staubsaugen, Badezimmer schrubben, Babysachen sortieren etc. Mein Unterbewusstsein gab mir zu verstehen „Pack mal deine Kliniktasche!“. Nagut, aber brauchen werde ich sie sicherlich nicht. Das Ganze findet hier immer noch viel zu unregelmäßig statt. Ich sortierte in aller Ruhe Wäsche hin und her, überlegte was praktisch ist und was nicht. Hin und her, rein in den Koffer, raus aus dem Koffer.
Gegen 16Uhr mal ein etwas heftigeres Stechen. Puh, da muss ich stehenbleiben, Atmen, etwas mehr Atmen, tief durchatmen. Danke an den Yogakurs den ich noch in der Schwangerschaft besucht habe!
Wehen??? Nicht wirklich. Keine erkennbaren Abstände, aber vielleicht sollte ich sie mal messen, diese Abstände. Mein eiFohn also ständig mit dabei und wie ein Sportler, Runden gemessen.
Um 18Uhr kündigte sich der Ehemann an. Ob er schnell nach Hause kommen soll oder noch was erledigen kann. Wieso denn schnell nach Hause kommen?? Ist doch gar nichts los. Das Ziehen und/oder Stechen wurde zu diesem Zeitpunkt Tatsache anstrengend aber für mich nichts Akutes, weil immer noch unregelmäßig.
Gegen 20Uhr gabs noch lekka Abendbrot mit dem Ehemann zusammen. Was Deftiges, weil ich so ein Hunger hatte. Der Tag war so anstrengend. Immerhin sind 120cm Bauchumfang schon eine logistische Herausforderung. Das verbraucht viel Energie. Während ich in unregelmäßigen Abständen wegatmete, packte der Ehemann seinen Teil in die Kliniktasche.
Um 22Uhr wollte ich es dann wissen. Wenn es Wehen sind, müssten diese sich ja bei einem warmen Bad verstärken. Wenns keine sind, wirds besser. (Gelernt in der Geburtsvorbereitung)
Das eiFohn am Badewannenrand stoppte die Zeit, der doch langsam regelmäßigen Wehen. Ja, es wurde mir jetzt klar. DAS sind Wehen. Das warme Bad beschleunigte die Wehenabstände von 7 auf mindestens 5 Minuten. „Ins Krankenhaus?“, fragte der Ehemann. „Ja, ins Krankenhaus“, antwortete ich.
Um 23:30Uhr saßen der Ehemann am Lenkrad, ich auf der Beifahrerseite, das eiFohn zwischen uns. Jedes Mal wenn eine Wehe kam musste der Ehemann auf 120km/h runter bremsen. Mehr ertrug ich währendessen nicht. Dies machte ich ihm klar, indem ich eine neue Runde auf dem eiFohn startete. Reden war nicht drin.
Kurz nach 0Uhr, am 15.Juni, kamen wir in der Klinik an.Wehenabstände zwischenzeitlich 2,5 Minuten.
Eine liebe Hebamme begrüßte uns. Die standardmäßige Routine wurde durchgeführt. CTG, Blutabnahme etc. Ganz naiv fragte ich die Hebammen, ob das denn nun wirklich Wehen sind. „Oooh jaa, das sind so richtig schöne Wehen!“ erwiderte sie und zeigte mir den Ausschlag auf dem CTG.
Ups! Es ging also los. Naja, eigentlich waren wir schon mitten drin und es gab auch kein Halten mehr. Wir durften uns ein Geburtszimmer aussuchen. Sonst wollte wohl niemand in der Nacht hier ein Baby bekommen. Wir suchten uns das Premium-Zimmer aus. Mit Geburtswanne, einem riesigen Geburtsbett und vielen Spielereien wie Pezziball, Hocker, Seil und Co. Es fehlte für meinen Geschmack noch ein 50 Zoll Plasmabildschirm. Das wäre Entspannung pur gewesen.
Bei Eintritt in das Geburtszimmer um ca. 1Uhr fragte ich die Hebamme, was sie denken würde, wielange es noch dauert. „3-4 Stunden bestimmt noch“, antwortete sie. Ich atmete tief durch, die nächste Wehe stand an.
Es stellte sich heraus, dass ich nichts von den Spielereien brauchte, die dort zur Verfügung standen. Ich wollte nicht stehen, nicht sitzen, nicht liegen und schon gar kein Vierfüßler-Stand. Alles war doof.
Ich beschäftigte mich lange Zeit mit dem Herausfinden einer geeigneten Geburtsposition bis die Hebamme auf einmal mit einer Ärztin hereinkam. Mir Globulis in den Mund schiebte und mich in diese typische Gebärhaltung (Rückenlage, Füße hoch) legte. Ahhhh, das war gut. Kurz und knapp erzählten beide uns, dass die Werte unseres Babys nicht so gut sind und wahrscheinlich der Kopf im Geburtskanal feststeckt. Zu groß der Kopf. (Ah, ein Dickkopf. Ganz die Mama.) Ich müsste jetzt so richtig pressen damits voran geht. Was? Noch mehr? Drei bis vier Presswehen mit atemberaubendem Druck waren nötig (danke Yogakurs) und wir hielten unser Kind im Arm. Alles gut gegangen. Werte wieder ok, Kind gesund. Kuschelnd auf meinem Bauch schlief es ein. Der Ehemann und ich freuten uns und atmeten tief durch, dass alles gut gegangen ist. Es war 2.13Uhr nachts. Nicht mal eine Stunde Kreißsaal, nicht mal 30 Minuten Presswehen.
Die Hebamme füllte die entsprechenden Dokumente aus und stockte bei einem Eintrag. Männlich oder weiblich? Was ist es eigentlich? Wir guckten uns alle fragend an. Das hat bei der Aufregung anscheinend niemanden interessiert. Wir hoben das Kleine hoch und das relevante Körperteil kam zum Vorschein. 15 Minuten nach der Geburt wussten wir also, dass unser Kind ein Junge ist.

#include <iostream> 
    using namespace std; 
        int main(){   
                 cout << "Hallo Welt! Hallo Mama und Papa! Ich bin da!" << 
   endl;    
return 0;
}

 

Julian
*15.06.2010
3850g
54cm
verflixter 36cm Kopfumfang
PS: Auf die Frage, ob wir zeitlich hätten früher in die Klinik kommen sollen, antwortete die Hebamme, dass wir alles richtig gemacht haben. ABER: Beim zweiten Kind dann bitte rechtzeitiger!
Ok! 🙂
Veröffentlicht unter Der Baron, Mama werden | Schreib einen Kommentar

"Ich bin der Neue!"

Wir haben zwei Katzen. Nach dem Umzug in unser Haus sind die beiden aufgeblüht, weil sie endlich wieder raus durften wann sie wollten. Wald und Wiesen vor der Tür. Deswegen haben wir sie schon nach einer Woche das erste Mal rausgelassen. Die entsprechende Katzentür war schon installiert und musste nur noch „aktiv“ geschaltet werden.
Danach wurde die Tür auf Auslastung getestet. Katzen rein – Katzen raus – Katzen rein – Katzen raus.
Was für ein Spass.
Eines nachts wachte ich auf und sah meine Katze im Bett stehen, Ohren runter, dicker Schwanz und große Augen Richtung Tür gerichtet. Katzenkenner wissen: Da stimmt was nicht.
Ich schaute auch Richtung Tür und sah doch glatt den Nachbarskater bei uns vor der Schlafzimmertür stehen.
„N`abend, ich bin der Neue und wollte mal reinschauen!“ Nachdem ich aus dem Bett gestiegen bin, war er dann auch schon wieder raus. Hat wohl die schlechte Stimmung mit seinen Barthaaren gefühlt.
Wir schlossen also ersteinmal die Katzentür und bestellten uns passende Magnethalsbänder um nur unseren Katzen den Eintritt zu gewähren. Kurze Zeit später rannten dann unsere Fellsäcke mit diesen schwarzen Magneten am Halsband herum. Rein – Raus – Rein – Raus. Es funktionierte und wir waren uns sicher, dass wir jetzt vor ungebetenen Besuch der Nachbarskatze bewahrt wurden.
Denkste! Dieser Kater hat es tatsächlich geschafft den Mechanismus der Katzentür auszutricksen und saß wenige Nächte später wieder vor unserem Bett.
Wir saßen einige Zeit vor der Katzentür und überlegten, wie dieser Kater es angestellt hat, reinzukommen. Probierten, versuchten und testeten… bis wir es endlich hatten. Der Kater haute mit seiner Pfote mit voller Wucht gegen die Klappe, so dass diese ein Stück nach Außen pendelte. Dann hielt er die Tür mit einer Kralle fest und öffnete sie mit seiner Nase. Zack, drin war der Fisch bzw. der gewiefte Kater.
Unglaublich, dass eine Katze so ein Geschick anwenden konnte. Bei uns Menschen würde man sagen, dass das kriminelle Energie ist. Hier sage ich einfach „Respeeeeekt!“
Trotzdem war das natürlich nicht der Sinn der Sache. Wir überlegten, wie wir diesen Kater draussen lassen können, ohne unsere Katzen einzuschränken. Mussten also denken, wie der Kater. 🙂
Unsere Lösung: Katzenklappe geht nun mit dem Magnetband nur zu einer Seite auf, nämlich nach innen. Der Mechanismus ist dann so geschaltet, dass die Tür nicht nach Aussen pendelt und der Kater so viel er will dagegen hämmern kann. Gute Idee! Leider mit dem Haken, dass unsere Katzen nicht allein entscheiden konnten, wenn sie raus möchten. Dies war unser Kompromiss! Wir hatten immerhin danach ruhige Nächte und auch unsere Katzen waren wieder beruhigt, ihr Schloss für sich zu haben.
Wir mussten allerdings noch Wochen danach mit einen sehr lauten Geräuschpegel aus dem Keller rechnen. Denn der Nachbarskater gab keine Ruhe und versuchte jeden Abend mit aller Kraft diese Tür zu öffen. Dies verursachte höllischen Lärm. Aber rein kam er nicht mehr.
Und auch heute noch hören wir in unregelmäßigen Abständen ein Bollern gegen die Katzenklappe. Er versucht es immer noch! 🙂

Veröffentlicht unter Fellsäcke | 2 Kommentare

Mobile

Mein Sohn steht auf Mobile.
Beim Lesen ist man sich häufig nicht ganz sicher was denn nun gemeint ist:

Ein fahrendes Etwas mit Motor?
Ein kleines, meist rechteckiges Gerät zum Telefonieren?
Oder das magentafarbene T mit .de am Ende?

Hier ist ein „frei hängendes, ausbalanciertes, leichtes Gebilde, das schon von schwachem Luftzug bewegt wird“ (Quelle Wikipedia) gemeint.

Wir haben von diesem in fasst jedem Zimmer eines hängen. Der Baron steht seit seinem ersten Monat drauf.
Auch jetzt noch, obwohl er alles anfassen möchte, liegt er völlig entspannt unter dem bewegenden Gebilde und geniesst die gleichmäßigen Bewegungen.

Ob das ein Zeichen ist?

Interpretationsmöglichkeiten:

„Mama, ich steh voll auf Mobile weil…“

–> „… ich schnellstmöglich ein Auto haben möchte und damit selber entscheide, wohin ich fahre.“
                                                         
–> „…ich ein Handy brauche, um schon jetzt mein Netzwerk zu pflegen.“
                                                    
–> „… ich einen Vertrag beim magentafarbenen T abschliessen möchte, um deren Hotline mal so richtig die Hölle heiss zu machen.“

Wie auch immer es weitergeht mit dem Mobile, er hat die große Auswahl. (über einen Vertrag beim magentafarbenen T werde ich sicherlich noch mit ihm diskutieren müssen) 😉

Übrigens steht der Baron auch auf (Kuscheltier-) Hasen, auch Bunnys genannt.
Jeder darf jetzt selbst interpretieren, was er uns damit sagen möchte.

Veröffentlicht unter Der Baron | Schreib einen Kommentar

Mein neues Spielzeug

Es ist jetzt eine Woche her, dass DHL an unserer Tür geklingelt hat und mir ein kleines Paket übergeben hat. Ich dachte mir nichts bei. Hier kommen stündlich ca. 23 Pakete an, da fiel dieses nicht auf. 🙂 Ich legte es ersteinmal beiseite, da es an den Ehemann adressiert war. Schickte ihm in die Firma eine Mail, dass mal wieder ein Paket für ihn angekommen sei.
Zurück kam: „Ist es in einer Plastiktüte eingepackt von DHL mit dem Absender „Borderlinx“?“
Ich las den Satz nicht ganz zu Ende und stürzte mich auf das Paket und riss es auf, wie ein Kind sein Weihnachtsgeschenk. Da lag es vor mir: Mein ganz eigenes 4G…
Ich mochte es kaum anfassen. Das lag aber auch daran, dass man mir sagte, dass das 4G-Display empfindlicher sei, als das von meinem alte 2G. Bloß kein Kratzer gleich am Anfang.
Seit der Geburt des Barons lasse ich mir mit dem Erforschen neuer technischen Spielereien sehr viel Zeit. Vielleicht haben die Wehen meine Neugier eingedämmt, ich weiss es nicht. Auf jeden Fall brauchte es noch 8 Stunden, bis ich mich so richtig rantraute. Der Ehemann setzte es mir sogar auf.
Juhu! Ich wusste gar nicht, wo ich anfangen sollte und richtete erst einmal den Standard ein, den ich von meinem 2G kannte. „Das ist ja langweilig“, kam vom Ehemann.
Nun sind einige Tage vergangen und ich muss gestehen, weiter bin ich noch nicht gekommen. Bin überwältigt von der Flut an Apps. Fürs 2G gabs ja nichts mehr. (Wir hatten ja damals nichts)
Ich schleiche mich langsam an die Videofunktion heran, probiere das ein und andere App und freue mich immer noch wie ein Schneekönig, dass ich wieder telefonieren kann. Das ging nämlich mit meinem 2G nicht mehr. Wofür auch? Ist eh nur Schnickschnack.
Telefonieren war gestern, heute ist Facetime…

Veröffentlicht unter eiFohn, Mein Spielzeug | Schreib einen Kommentar

Mama, den Apfel kann man doch essen, oder?

Das Vermächtnis an meinen Sohn:

Veröffentlicht unter Der Baron, Mein Spielzeug | Schreib einen Kommentar

Shopping ist langweilig…

… findet zumindest der Baron. Dieser ist nämlich heute pünktlich bei Eintritt in den Markt eingeschlafen und hat die ganzen bunten Regale, die lustigen Durchsagen und das Piepen an der Kasse verpasst.
Dafür hat er dann bis 19:30Uhr durchgeschlafen. 
Zum Ausgleich hat er mir dann ganz klar gezeigt, dass er die Autos auf der Strasse, die wir nämlich vom Schlafzimmerfenster aus sehen können, viel spannender findet.
Also doch irgendwie Rollenverteilung!

Veröffentlicht unter Der Baron | 3 Kommentare