Le grand chef de cuisine

Ich hab da mal was vorbereitet!

granchef

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☼ 6 Monate ☼

Der Auserwählte ist ein halbes Jahr alt. Und wenn ich es nicht genauer wüsste, könnte man denken, dass er morgen aufsteht, sich anzieht und sich auf den Weg zur Arbeit macht. Abends am Herd steht und ein 3 Gänge Menü zaubert, das Internet kurz vor dem Schlafen noch einmal revolutioniert um sich dann, nach einem Glas warme Milch mit Honig, schlafen zu legen. 😉

Wie gesagt, wenn ich es nicht besser wüßte. 🙂

Der kleine Neo legt, für meinen Geschmack, n ganzen schönen Zacken hier an den Tag. Laut Kinderarzt hat er den Reflex verloren, der ihm am Krabbeln hindert. Es kann also hier jeden Tag losgehen.

Seit 2 Wochen gibt es Brei für den kleinen Auserwählten. Stück für Stück… aber das reicht ihm nicht. Teilweise werden hier die lauwarmen Milchflaschen angebrüllt, als wenn er sagen will, dass das was für Babies ist. Es kann nicht schnell genug gehen, wenn es nach ihm geht. Löffel mit Brei bitte gleich in seine Hand, nicht erst den Umweg über Mama oder Papa. Gemach Gemach, mein Kleiner!

Die Katzen sind zum Lieblingsobjekt geworden. Nicht nur das Beoachten, sondern auch das Anfassen der Fellbündel, ist eines seiner vielen Hobbies.

Beobachten ist sowieso das große Highlight. Sei es die Baron-Freunde, die zu Besuch kommen oder die gefühlten 50 Kinder beim Baron-Sport. Kinder sind einfach klasse.

Ein Strahlemann durch und durch. Es gibt kaum Menschen, die nicht zuerst mit seinem überschwenglichen Lächeln begrüsst werden. Ein Chameur, der um seine Austrahlung bescheid weiss. Auch wenn es 4:30Uhr morgens ist und Mama gerade nicht so nach guter Laune zumute ist… 🙂 Der kleine Auserwählte schafft es, dass ich mitgrinse.

Von seinem großen Bruder wird er gut umsorgt.

Es ist und wird spannend. Ein Abenteuer!

Herzlichen Glückwunsch, mein kleiner Neo! Und viel Spass in deiner weiteren Entwicklung!

Neo_6Monate

 

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SpielRaum

Statt des „Nackt rackerns„, welches ich damals mit dem Baron gemacht habe, bin ich mit dem Auserwählten im SpielRaum gelandet. Nackt rackern ohne nackt. 😉 Sozusagen.

Die Spielgruppe wird von einer Pikler-Pädagogin geleitet und hat mich beim kleinen Neo auf neue Wege gebracht. Bzw. mich zum Nachdenken gebracht, wie wir die Bewegungsentwicklung der Kleinen steuern und ob dies notwendig sei. Wenn es nach Emmi Pikler geht, brauchen unsere Kids nämlich keine Hilfe und Unterstützung beim Drehen, Krabbeln und Laufen lernen. Alles geschieht von ganz allein. Während sie dies allein lernen, entwickeln sie die Fähigkeit, auf sich selbst zu vertrauen und nicht auf die Hand, das Lächeln oder andere Hilfen von uns Erwachsenen zu bauen.

Nach dem Vortrag, ist mir bewusst geworden, wie wichtig die Bewegungentwicklung im ersten Jahr ist.

So habe ich dann ziemlich schnell angefangen, den kleinen Neo selbst entscheiden zu lassen, wann er auf dem Bauch liegen möchte. Das ist nämlich meist das Erste, was wir Eltern tun, wenn wir die Entwicklung der Kleinen fördern wollen: Auf den Bauch legen. (teilweise auch von einigen Kinderärzten empfohlen)

Der Auserwählte mochte das „auf den Bauch legen“ eh nicht besonders und war relativ schnell frustriert. Als ich ihn dann aber, nach Emmi Pikler, einfach hab machen lassen, gings schnell mit der Drehung auf dem Bauch und er fühlte sich sichtlich wohler. Arbeitet seitdem auch schon tapfer am Zurückdrehen.

Auf die nächsten Entwicklungsschritte in Sachen Bewegung bin ich also echt gespannt und freue mich darüber, dass er tatsächlich alles alleine macht.

Im SpielRaum schaut er gerne mal den etwas größeren Babies zu, die vor sich hinrobben, krabbeln oder sich ganz intensiv mit klapperndem Geschirr beschäftigen. Vorbilder darf man ja haben! 🙂

Spielraum3

 

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Krankenhaustagebuch II

Auch wenn der Krankenhausaufenthalt wirklich anstrengend war… Diese Bilder zeigen, dass es dem kleinen Neo Stück für Stück und Tag für Tag besser ging.

In der Notaufnahme. Der kleine Neo wurde in den ersten Minuten gleich mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt.

In der Notaufnahme. Der kleine Neo wurde in den ersten Minuten gleich mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt.

Das Schild vor unserem Zimmer etwas gewöhnungsbedürftig. Jeder kam mit Maske und Kittel rein.

Das Schild vor unserem Zimmer. Etwas gewöhnungsbedürftig. Jeder kam mit Maske und Kittel rein.

Nach 2 Tagen  Inhalationen, Antibiotika und Sauerstoff ging es dem Auserwählten schon sichtlich besser.

Nach 2 Tagen Inhalationen, Antibiotika und Sauerstoff ging es dem Auserwählten schon sichtlich besser.

Eine Woche lang das wichtigste Gerät für den Kleinen. Die Sauerstoffsättigung musste 24h lang über 92 liegen. Erst dann durften wir nach Hause. Er war ständig an diesen Monitor angeschlossen und Mama hat diesen immer im Auge gehabt.

Eine Woche lang das wichtigste Gerät für den Kleinen. Die Sauerstoffsättigung musste 24h lang über 92 liegen. Erst dann durften wir nach Hause. Er war ständig an diesen Monitor angeschlossen und Mama hat diesen immer im Auge gehabt.

Nach 3 Tagen durften wir eine halbe Stunde an die frische Luft.

Nach 3 Tagen durften wir eine halbe Stunde an die frische Luft.

Eines der Vorteile, wenn man nicht allein auf dem Zimmer liegt. Entertainment durch Geschwisterkinder der anderen Babypatienten ist gesichert. Der kleine Neo freute sich über die sympathische, kleine Beyza, die ihn auch ganz toll fand.

Ab Tag 4: Eines der Vorteile, wenn man nicht allein auf dem Zimmer liegt. Das Entertainment durch Geschwisterkinder der anderen Babypatienten ist gesichert. Der kleine Neo freute sich über die sympathische, kleine Beyza, die ihn auch ganz toll fand.

Das Entertainen tat gut und der Kleine fand sein lächeln wieder...

Das Entertainen tat gut und der Kleine fand sein Lächeln wieder!

Der Tag, der Entlassung. Der kleine Neo ist wieder vollkommen hergestellt.

Der Tag, der Entlassung. Der kleine Neo ist wieder vollkommen hergestellt.

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Akku leer

Nein, nicht nur leer sondern völlig ausgelutscht.

Nichts ging mehr mit meinem Laptop. Das System meldete mir, dass ich doch bitte einen neuen Akku einsetzen soll, damit ich weiter damit arbeiten kann.

Wenn es doch immer so einfach wäre…

Ich beschwere mich ungern über das Wetter, denn das ist etwas, was wir nicht ändern können. Und wie heisst es (besonders in unseren Breitengraden): Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.

Aber dieser Winter hat es wirklich in sich. Wir haben morgen Ostersonntag und es liegen noch mindestens 10cm Schnee draussen auf unserem Rasen. Die Temperaturen schaffen es gerade mal auf 0°C tagsüber. Am letzten Wochenende war es bei uns mit -9°C kälter als in Sibirien.

In den Medien derzeit ganz groß. Der kälteste März seit fasst 130 Jahren im Norden Deutschlands. Der dunkelste Winter seit 40 Jahren. Es gab noch nie so wenig Sonnenstunden in der dunkelsten Jahreszeit bei uns in Schleswig-Holstein. Das letzte Mal lag Schnee zu Ostern bei uns 2001. Das war damals genau 1cm. Lachhaft, wenn man bedenkt, dass für die nächsten Tage bei uns wieder Neuschnee angesagt sind.

Und jetzt meine Beschwerde ans Universum: ICH MAG NICHT MEHR!!! ICH WILL DAS AUCH NICHT MEHR! MEIN AKKU IST LEER!

Es ist ja nicht nur das Wetter allein, sondern auch die entsprechenden Nebenwirkungen. Wir sind ständig krank. Es hört einfach nicht auf. Nach dem Krankenhausaufenthalt dachte ich, dass es jetzt aber wirklich genug ist und nun alle bitte gesund werden und der Frühling jetzt kommen darf. Weit gefehlt… die nächsten verstopften Nasen sind hier schon wieder eingekehrt.

Der kleine Neo wird in einigen Tagen 6 Monate alt und hat tatsächlich die Welt nicht anders erlebt, als kalt, dunkel und mit verstopfter Nase.

Was eigentlich für einige Wochen, vielleicht auch für 2-3 Monate im Jahr ganz toll ist, nämlich verschneite, romantische Lanfschaften und lauschige Abende bei Kerzenschein, wenn es draussen bitterkalt ist… aber nicht 6 Monate!!!!

Zwischenzeitlich nenne ich die unterste Schneeschicht auf unserem Grundstück „Permafrost“. Keine Pflanze guckt dadurch. Nichts Grünes auf unserem Grundstück, kein tapferes Blümelein schaut aus dem Rasen. (Während ich das hier gerade schreibe, schneit es erneut draussen).

Jetzt noch mal kurz mein Anliegen ans Universum gerichtet:

ICH WILL SONNE, ICH WILL WÄRME, ICH WILL LICHT!!!

Bitte… Jetzt!

Natürlich trotzen wir dem Wetter. Das Laufrad wird täglich durch Schneeberge und ungeräumte Wege geschoben. Der Auserwählte bekommt mindestens einmal am Tag die Schneekombi an und wird durch den Schnee geschoben oder gezogen, je nachdem wie ich gerade über die Wege komme. Aber bei allen lässt die Lust nach, zum x-ten Mal die Schneesachen anzuziehen, den Hof und die Wege zu räumen und die Autos freizuschaufeln. Unsere Akkus sind leer!

Winter13a

Winter13c

Winter13b

Mein Laptop hat zwischenzeichtlich einen neuen Akku bekommen. Der ist jetzt wieder richtig gut drauf. Energiegeladen und voll motiviert! 🙂

Wenn es doch immer so einfach wäre!

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Krankenhaustagebuch I

Ich packte Notwendiges ein. Nicht viel. Nebenher immer wieder der Gedanken, ob ich nicht völlig übertreibe. Schnupfen, Husten, Fieber und ein entzündetes Auge… fährt man damit zur Notaufnahme? Der Kleine ist 5 Monate alt… JA, ab in die Notaufnahme. Der Ehemann blieb beim immer noch sehr kranken Baron.

Die Notaufnahme

Den kleinen Neo holte ich behutsam in seiner Babyschale aus dem Auto und ging mit ihm sehr zügig auf dem Gelände der Klinik zur Kindernotaufnahme, dort, wo auch schon der Baron einige Tage verbrachte. Der Kleinste war ruhig, schon die ganze Zeit. Schlief, machte kurz die matschigen Augen auf und schlief wieder. Nicht mein Sohn! Ganz sicher nicht!

Ich rief in der Notaufnahme gleich ins Schwesternzimmer rein: „Mein Sohn ist 5 Monate und hat einen sehr schlechten Allgemeinzustand!“ Es dauerte keine Minute und eine Schwester schaute sich den Kleinen an, fragte kurz Symptome ab und holte ein Gerät welches die Sauerstoffsätigung mißt. Währenddessen standen wir schon vor einem Behandlungszimmer, welches gerade geräumt wurde. Noch auf dem Flur teilte mir die Schwester eine vorzeitige Diagnose mit: „Wahrscheinlich hat er den RS-Virus!“

Nie von gehört. Egal! Der kleine Neo bekam sofort eine Sauerstoffbrille angelegt, wurde mit Schmerzmitteln versorgt, es wurde Blut abgenommen und ein RSV-Test gemacht. Ausserdem wurde er abgehört und die Augen wurden gecheckt. Während der detaillierten Anamnese des Arztes bekamen wir die Diagnose „RSV positiv“ von der Schwester reingereicht. „Sie werden auf jeden Fall auf die Station verlegt mit Ihrem Sohn!“. Oh, was?? Wir müssen tatsächlich hier bleiben!? Ein Zimmer bekamen wir relativ schnell auf der Infektionsstation. Hier ist Masken- und Kittelpflicht angesagt. Sterilium steht an jeder Ecke. Der kleine Neo schlief auf dem Zimmer sofort in meinem Arm ein, war völlig erledigt und ließ sich auch nicht mehr stören. Armer kleiner Kerl!

Noch um 21Uhr holten sie uns aus dem Zimmer. Der Kleine musste noch dringend geröntgt werden. Der Arzt in der Notaufnahme hatte etwas Verdächtiges gehört.

Um 22Uhr teilten sie uns mit, dass der kleine Auserwählte nicht nur eine RSV-Infektion hat, sondern auch eine Lungenentzündung.

Und am Morgen überlegte ich tatsächlich noch, ob ich überhaupt losfahren sollte…

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Mamas Bauchgefühl

In den letzten Wochen gab es wenig lustige oder lesenswerte Anekdoten, über die ich schreiben konnte. Noch Anfang Februar sah ich Licht am Ende des Erkältungs- und Infektionstunnels. Keiner der Jungs hustete mehr, keiner hatte eine extrem verstopfte Nase. Es schien, als wenn wir alle wieder gesund wurden.

Gerade dem kleinen Neo wünschte ich endlich eine gesunde Zeit, nachdem er schon kurz nach der Geburt mit der ersten Erkältung in Kontakt kam und sich dieses in einer Endlosschleife immer und immer wieder wiederholte.

Ich freute mich also. Es durfte Frühling werden und damit bye bye ihr fiesen Viren!

Leider weit gefehlt. Es war die Ruhe vor dem Sturm.

Der Baron wollte plötzlich nichts mehr essen, fieberte und schlief viel. Ein Infekt. Natürlich! Mist. Schnupfen und Husten kam dazu und zwar nicht zu knapp. Anfänglich waren wir noch etwas zaghaft mit der Sprechstunde unseres Kinderarztes, aber schon bald waren wir wöchentlich dort. Der Husten war dramatisch und zog sich die ganze Nacht. Der geschwächte, kleine Baron litt sichtlich, war teilweise apathisch, völlig abwesend. Wollte aber auch nichts an Medikamenten nehmen. Er lehnte alles ab.

Immer dann, wenn wir dachten, es ginge ihm besser, ging es schon wieder bergab.

Parallel hielt sich der Auserwählte ziemlich gut. Der Schnupfen war natürlich schnell da, aber ansonsten hustete er weniger und auch sonst war das Allgemeinbefinden viel besser als beim großen Bruder.Aber ganz plötzlich fieberte auch er, hustete sich die Seele aus dem Leib (und das ist ganz fürchterlich bei solchen kleinen Menschen) und schlief ähnlich lang, wie der Baron.

(Sogar der Ehemann lag flach)

Ok, dann hatte es uns wieder erwischt. Ich freute mich über jeden Abend, der hier gut gefiebert wurde, in der Hoffnung, dass nächsten Tag alles „raus“ ist. Aber nichts kam raus. Keinem von beiden ging es besser, keiner lächelte mich am nächsten Morgen an, um mir mitzuteilen, dass alles durchgestanden ist.

Noch Freitag telefonierte ich mit der Kinderarztpraxis wegen der entzündeten Augen des kleinen Neos. (Ja, auch noch das 🙁 ) Falls diese bis Montag nicht durch NaCl besser werden, sollten wir in die Praxis kommen. Dazu kam es nicht, denn der Sonntagmorgen gab mir einen ziemlichen Tritt in die Magengegend, welches einfach ein Bauchgefühl war. Dem kleinen Neo ging es dreckig. Hatte vor Husten kaum geschlafen, kaum trinken können und fieberte noch morgens hoch. Die Augen bekam er nicht mehr auf, so entzündet waren sie.

Ab in die Notaufnahme!!!

 

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☼ 5 Monate ☼

Der fünfte Monatsgeburtstag des kleinen Neo war überschattet mit einem 7-tägigen Krankenhausaufenthalt. Dazu aber später mehr.

Der kleine Auserwählte ist eine kleine Rollkugel geworden. Es gibt nichts Schöneres als sich zu drehen und zu drehen und wieder zu drehen. Allerdings gehts noch nicht zurück auf den Rücken. Die typische Sackgasse aller Babys zu diesem Zeitpunkt.

Das Interesse am Essen ist größer geworden und gerade gestern bekam er, in guter alter Baronmanier, die erste Pommes in die Hand, welche genüsslich angespeichelt und zermanscht wurde. Er schaut jedem Bissen von uns hinterher und man darf ihm auch schon mal ein kleines Glässchen an die Lippen halten um daraus zu trinken.Ich denke, dass es nun bald losgehen kann mit der Beikost. Ob wir diesmal mit dem Brei starten oder, wie bei dem Baron, mit festem Essen vom Tisch, werden wir sehen.

Er ist und bleibt weiterhin der Strahlemann!!!

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Lost II

Mitte Dezember ging ich in Eiseskälte mit dem Auserwählten im Kinderwagen und dem Baron auf dem Kiddyboard in unserer Ortschaft spazieren. Da ich die Keksebox für einen Zwischensnack Zuhause vergaß, gab es zwei kleine Laugenbrötchen vom ansässigen Hofladen.

Das erste Brötchen wurde vom Baron auf dem Weg nach Hause schnell „inhaliert“. Das Zweite wurde nur häppchenweise verspiesen.

An einer Kreuzung gingen wir an der Ampel über die Strasse. Der Baron nahm sich in diesem Moment das letzte Stück Brot aus der Tüte und mit einem starken Windzug flog die leere Tüte weg, auf die Strasse. Der Baron wollte schon abspringen und sie holen. Da wir mitten auf der Strasse gingen, war ein Zurück nicht möglich. Die Ampel sprang  auf rot und wir waren auf der anderen Seite. Der Baron immer noch Zurückschauend. Traurig sagte er „Tüte weg! Tüte weg!“. Immer wieder. Diese flog weiter über die Strasse, über die Kreuzung.

Ich versuchte mir eine Geschichte einfallen zu lassen, damit der Baron nicht ganz so traurig war. Die Tüte ist, als sie leer war, eben wieder zurück zum Hof geflogen. Dort wird sie dann wieder gebraucht, ganz sicher!

Eine Notlüge, gestehe ich!

Aber wenn ich mein Kind mit wässrigen Augen und zitternder Stimme sehe, kann ich ihm nicht die knallharte Wahrheit ins Gesicht sagen. Auch wenn es nur eine Brötchentüte ist. Schon damals war es schwer, dem kleinen Baron auf sensible Art und Weise mitzuteilen, dass seine Mütze nicht wieder kommt. Noch heute, fasst ein halbes Jahr später, hält er seine Kopfbedeckung ganz fest, wenn ein Windstoß kommt und mit trauriger Stimme noch einmal „Mütze weg!“ sagt.

Auch die Tüte ist noch nicht in Vergessenheit geraten. Wenn wir die Kreuzung passieren, ob zu fuß oder mit dem Auto, wird immer mal wieder die wegfliegende Tüte erwähnt. 🙁

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Lord of the Ring

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