Fasst drei Wochen gemeinsame Elternzeit haben hier zu Hause wieder ein „Mama-Papa-Versorgungs-Gleichgewicht“ geschaffen. Der Baron möchte auch mal auf meinem Arm, um schnell von A zu B zu kommen, auf meinem Schoß sitzen, um ein Buch anzuschauen und auch ich bin wieder ein gerngesehener Auto-Brumm-Spielpartner.
Während Papa zwischenzeitlich besser und schneller zu Bett bringen kann, hat der Baron an Mama ganz andere Fähigkeiten entdeckt und zu schätzen gelernt.
Mama versteht nämlich seine Sprache.
Ob es seine Zeichensprache oder auch die Ansätze von Worte sind, die der Baron zwischenzeitlich herauszaubert. Mama liegt (fasst) immer richtig. Während Papa das fünfte Spielzeug herholt und der Baron immer noch den Finger in eine Richtung austreckt, hat Mama schon das gewollte Spielzeug nach dem ersten Mal gefunden.
Zeichen für Müdigkeit, Hunger und Durst werden von Mama schnell erkannt und der „Brandherd“ auf der Stelle gelöscht. In bestimmten Situation, wenn Mama und Papa neben ihm sitzen, guckt er mich an und aktiviert seine Zeichensprache. Mama reagiert und fertig! Kein langes Gequengel oder gar Geschrei.
Es scheint, als hätte Mama betazoidische Fähigkeiten! 🙂
Keine Angst: der Papa hat die oberste Herumtoben-Priorität mit höchstem Spassfaktor, was mindestens genauso wichtig ist! 🙂




Erkenntnis eines Einjährigen:Es gibt nicht nur „Eltern als homogene Versorgungsmasse“, sondern einen nutzbaren Unterschied zwischen „Mama“ und „Papa“.
Ist bei uns ähnlich: Während Mama für die regulären Bedürfnisse am besten geeignet ist (aber leider auch mal schimpft), ist Papa eher der Ansprechpartner für die „coolen Jungssachen“ (Computer, Iphone, Grill). Für den totalen Spaß hingegen muss man den großen Bruder ansprechen, dafür sind die Eltern nur zweite Wahl.
Die Mama darf mitspielen, wenn sie grad da ist, aber sobald der Bruder da ist, wird sie zur Kuschelstation, darf daneben sitzen und zugucken.
Ganz neu: Beim Spielen darf Mama manchmal nur noch anreichen, aber nicht mehr mitspielen. Das macht er dann selbst…
Aber schön zu wissen, dass alle Einjährigen Pro und Contras zu Mama und Papa haben. Wäre ja langweilig, wenns nicht so wäre. Allerdings mischen sich hier ab und zu die „Coolen Jungssachen“, denn nicht nur Papa spielt mit ihm am iPäd ;). Die Mama sitzt ab und zu an so einem großen Teil mit Tasten und nem riesigen Bildschirm, der allerdings nicht reagiert, wenn man draufdrückt. Irgendwie mittelalterlich, gerade deswegen wohl auch so spannend für den Baron. Der große Bruder fehlt hier. Der ist er ja vielleicht irgendwann mal. 😉