Neulich auf dem Spielplatz

Falls der heimische Hof zu langweilig wird, hat der Baron zwei Spielplätze zur Auswahl. Einen großen, gutausgebauten an einem evangelischen Kindergarten, etwa 1 Minute von hier und einen Spielplatz in einem Wohngebiet etwas weiter weg. Beide findet der Baron gut.

Als wir den Baron-Sandkasten noch nicht hatten, sind wir desöfteren zu dem Spielplatz am Kindergarten gegangen. Für ein bisschen Sandspass wollten wir nicht soweit gehen und da bot sich die kurze Strecke dorthin an.

Unser letzter besuch dort, wir spielten gerade beschaulich im Sand, der Baron war gerade mitten im Flow, kam eine Kindergartenmitarbeiterin vorbei und fragte mich, ob eines meiner Kinder denn hier im Kindergarten sei, welches ich daraufhin verneinte. Dann würde sie uns höflichst bitten, den Spielplatz zu verlassen, denn Unbefugten sei der Aufenthalt auf dem Kindergartenspielplatz verboten.

Woauf ich bemerkte, dass erstens das Tor zum Spielplatz geöffnet sei und leider auch kein Schild zu sehen ist, auf dem dieser Hinweis stehen würde. Daraufhin wurde ich dann belehrt, dass ein öffentlicher Spielplatz entsprechende Schilder aufweist und das vor diesem Spielplatz eben kein Schild zur öffentlichen Nutzung steht.

Aha!

Ich sagte ihr dann noch, dass ich den Kleinen jetzt noch 5 Minuten spielen lassen würde und dann den Spielplatz verlassen würde. Mit den Worten, dass ich das machen solle und ich nun über den Sachverhalt auf diesem Spielplatz bescheid wüsste, verliess die Mitarbeiterin des Kindergartens den Platz.

Ist das jetzt typisch Deutsch oder typisch Kirche? Oder eine gruselige Mischung daraus? Ich meine,  ich saß da mit meinem nicht mal 1jährigen Sohn ganz lieb im Sandkasten und habe mich an seiner Entwicklung gefreut. Wir waren  keine Halbstarken, die den Spielplatz verwüsteten.

Sicher wird die Kindergartenmitarbeiterin nur ihren Job gemacht haben, als sie uns des Platzes verwies. Aber wo ist denn da die vielbesagte Nächstenliebe? Alle sind vor Gott gleich? Die einen, die den Kindergarten besuchen (und Mama und Papa dafür ordentlich Geld bezahlen), sind aber gleicher und dürfen auf dem Spielplatz spielen? Interesse am Kirchennachwuchs? Nicht wirklich!

Diese Location mit der entsprechenden Situation ist mal auf meinem Notizblock notiert und wird wieder herausgeholt, wenn wir uns überlegen, den Baron in diesen Kindergarten zu bringen.

Mal sehen, vielleicht schreibe ich auch noch eine kleine Mail an die Pastorin der Kirche.

Dieser Beitrag wurde unter Der Baron, Mama werden veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert