Noch vor einem Jahr waren wir voll hühnerbegeistert. Fanden es toll, wenn das ein oder andere Huhn von unseren Nachbarn den Hof passierte und der Baron völlig fasziniert aus dem Fenster schaute. Auch für Besucher war die Hühnervisite immer ein Highlight.
Vor einiger Zeit nahm die Hühnerei 😉 allerdings Überhand und wir mussten uns etwas einfallen lassen. Bis zu 10 Hühner tummelten sich auf dem Rasen, in den Beeten und auf der Terrasse. Das war eine große Sauerei, denn man konnte kaum 1m gehen ohne in entsprechenden Hühnerhaufen zu treten. Für die Sommerzeit eine wirklich blöde Situation, denn immerhin wollen wir barfuß im Garten laufen.
Eine Lösung musste her und uns war klar, dass die Hühner die eigenen Grenzen sehr schnell wieder durchbrechen würden, wenn der Nachbar die Löcher flickt. Die einzige Maßnahme: Wir mussten die Schwachstellen auf unserem Grundstück finden und den Hühnern keine Zutrittsmöglichkeit mehr geben.
Gesagt! Getan! Nach unserer Beobachtung fanden wir zwei Stellen, an denen die Hühner auf das Grundstück kamen. Ein kleiner Geflügelzaun wurde vom Ehemann gespannt und dicht war das Grundstück. Ab und zu mal das ein oder andere Huhn auf dem Hof, welches dann doch den Weg durch die Hecke gefunden hatte, aber das war zu verschmerzen. Manchmal machten sich dann der Ehemann und der Baron auf Hühnerjagd und verscheuchten es vom Hof. Daraus hat sich ein richtiger Sport für die beiden entwickelt. 🙂
Kurz nach dem Zaunbau entdeckte der Ehemann, angrenzend zum Nachbargrundstück, ein Nest. Ein Hühnernest mit vielen Eiern, die unsere Besucherhühner dort gelegt hatten.
Ein Dank? Eine Bitte? Eine Entschuldigung?

Wir wissen es nicht. Aber wir haben für einige Zeit frischgelegte Eier zum Frühstück bekommen. Bis sich die Hühner dann ganz von uns verbschiedet haben und nun in den Nachbargärten ihr Unwesen treiben.
Nur ab uns zu kommt uns noch eines besuchen und freut sich, wenn wir es in unserem Garten picken lassen.
Winke-Winke Bok-Bok!