Unser Kinderarzt macht zwischen den einzelnen U`s noch Termine. Hier werden meist anliegende Fragen geklärt, das Kind noch einmal gewogen und gemessen, Bewegungscheck gemacht, abgehört und Tips auf homoöpathischer Basis gegeben. Ich persönlich finde das eine gute Idee mit den Zwischenterminen.
Besonders schätze ich unseren Kinderarzt aber, weil er nicht einer von den Mainstream-Kinderärzten ist. Er ist zwar ausgebildeter Schulmediziner aber arbeitet größtenteils mit Homoöpathie. Kennt sich gut mit modernen Erziehungsmethoden aus und ist gegen die pauschale „Impfhysterie“. Letzteres war für mich eine wichtige Eigenschaft, da ich meinem Neugeborenen keine 5 oder 6-Fach-Impfung antun wollte. Von ihm bekamen wir dazu notwendige Informationen, Statistiken, eigene Ausarbeitungen zum Thema Impfung.
Dass er regelmäßig von seinen eigenen drei Kindern erzählt, macht ihn zusätzlich sympathisch. 🙂
Diese Woche, pünktlich zum 9 monatigen des Barons, hatten wir wieder einen dieser Termine. Gewogen, gemessen und für gesund befunden, der kleine Baron.
Gewicht: 10,25kg Größe: 74cm (passt das nächste Mal nicht mehr in die Säuglingswaage hinein, die nur bis 75cm geht)
Der Kinderarzt ist regelmäßig fasziniert von der Größe des „kleinen“ Barons und freute sich auch diesmal, dass er ein quietschfideles Kind ist. Das Mundstäbchen wurde ausgiebig angelutscht und das Stethoskop (in rot) begutachtet, der Kinderarzt und Assistentin angegrinst. Ausserdem hat der Baron unaufgefordert eines seiner neuen Errungenschaften vorgeführt: Er hat sich (nebenher), in den Stand hochgezogen. Was, laut Kinderarzt, genauso wie das Krabbeln, in dem Alter noch gar nicht erwartet wird. Der Baron glänzte also auf ganzer Linie.
Gerade großen Babies, wie dem Baron, werden solchen Dinge meist nicht ausreichend gewürdigt, da durch die Größe meist immer gedacht wird, dass das Kind ja nun lange schon krabbeln, stehen, laufen, sprechen etc. müsste. Bei kleineren Babies wird meist alles toll gefunden, was neu errungen wurde.
Motivierend für uns Eltern bei den Terminen: Auch wir werden entsprechend mit in die „Bewertung“ des Kinderarztes einbezogen. Was bedeutet, dass unser Kinderarzt einer der wenigen Menschen in unserem Umkreis ist, der uns auch lobt und uns mehrmals sagt, dass wir einen großartigen Job als Eltern machen und der Baron froh sein kann, uns als Mama und Papa zu haben. Hört man als Eltern ja leider viel zu wenig. Meist wird ja alles in Frage gestellt, was die jungen Eltern machen. „Was? Er isst immer noch nicht?“ „Wie? Ihr habt ihn nicht geimpft?“ „Passt auf, dass ihr ihn nicht verwöhnt!“ …
Gut gelaunt sind wir mit unserem gesunden, freundlichen und gut-entwickelten Sohn nach Hause gefahren.
Er ist und bleibt der BENIGN BARON! 🙂

Man beachte den skeptischen Blick der Katze. 🙂